Pettibons Werk hat seinen Ursprung im Comic Strip, einem arbeitsteilig und standardisiert hergestellten Massenmedium. Der technologisch aufgerüsteten Produktion und Verbreitung von ideologischen Erzählungen begegnet er mit der Individualität seiner Handschrift. Zunächst waren Pettibons Zeichnungen mit ihren präzise gesetzten, oft bitteren Pointen vor allem in der Musikszene bekannt, da viele Arbeiten für Flyer und Plattenhüllen von Punkrockbands wie Black Flag oder Minutemen verwendet wurden. Pettibon fotokopierte und heftete seine Zeichnungen zu einfachen Zines zusammen. Seit Mitte der 1980er-Jahre werden seine Arbeiten in der Kunstszene als selbstständige Werke betrachtet. Um 2000 wurde Pettibons Art zu zeichnen roh und expressiv. Das Werk fand einen neuen Höhepunkt in großformatigen farbigen Zeichnungen, in denen er, desillusioniert und wütend, scharfe Kritik an der Politik von George W. Bush und dem amerikanischen Krieg im Irak übte. Homo Americanus konzentriert sich auf zwei Phasen in Pettibons Werk, die mit kritischen Perioden der amerikanischen Geschichte übereinstimmen: dem Aufstieg der Vereinigten Staaten zur alleinigen Supermacht in den 1980er-Jahren und dem Bruch ihrer Vormachtstellung in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Zudem befasst sich die Ausstellung mit verschiedenen Motiven, die Pettibon seit Mitte der 1980er-Jahre immer wieder aufsucht: seine Alter Egos Vavoom und Gumby sowie Surfer, Baseball, Eisenbahnzug, Erektion, Bibel und andere. Sie fungieren als Bruchstücke eines umfassenden amerikanischen Mythos, dessen subversive Rekonstruktion Pettibon sich vorgenommen hat.

Seit Mitte der 1980er-Jahre werden seine Arbeiten in der Kunstszene als selbstständige Werke betrachtet. Um 2000 wurde Pettibons Art zu zeichnen roh und expressiv. Das Werk fand einen neuen Höhepunkt in großformatigen farbigen Zeichnungen, in denen er, desillusioniert und wütend, scharfe Kritik an der Politik von George W. Bush und dem amerikanischen Krieg im Irak übte. Homo Americanus konzentriert sich auf zwei Phasen in Pettibons Werk, die mit kritischen Perioden der amerikanischen Geschichte übereinstimmen: dem Aufstieg der Vereinigten Staaten zur alleinigen Supermacht in den 1980er-Jahren und dem Bruch ihrer Vormachtstellung in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Zudem befasst sich die Ausstellung mit verschiedenen Motiven, die Pettibon seit Mitte der 1980er-Jahre immer wieder aufsucht: seine Alter Egos Vavoom und Gumby sowie Surfer, Baseball, Eisenbahnzug, Erektion, Bibel und andere. Sie fungieren als Bruchstücke eines umfassenden amerikanischen Mythos, dessen subversive Rekonstruktion Pettibon sich vorgenommen hat.

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Eine Ausstellung der Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg in Kooperation mit dem Museum der Moderne Salzburg

Gastkurator:
Ulrich Loock, Berlin
Kuratorin:
Tina Teufel, Museum der Moderne Salzburg

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